Spitzenspiel!

Die „kleine Hertha“ zu Gast im Eichkamp

Morgen abend wird es hoffentlich wieder Scharen von in modisches lilaweiß gewandeten Menschen den Eichkamp ziehen. Einen Frühstart legte lediglich jener voll im Trend liegende Styler auf unserem Foto hin, der sein Terminkärtchen offensichtlich nur ungenügend studiert hatte und ob der Tatsache, dass es heute kein Tennis im Eichkamp zu sehen gab, leicht gefrustet dreinblickend wieder den Rückweg Richtung Innenstadt antrat.

Ob er es morgen nocheinmal versuchen und ob er beim Anblick der einen oder anderen Zaunfahne in Block E schleunigst die Flucht ergreifen wird – wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass ihr euch das Duell Tennis vs. den Spitzenreiter aus Zehlendorf auf gar keinen Fall entgehen lassen solltet. Denn auch wenn es vergangene Woche beim SFC Stern die erste Niederlage der Saison setzte, so macht es bislang doch große Freude, dem Team beim Kicken zuzuschauen.

Auswärts in Steglitz brachte man sich mittels unnötiger Stockfehler (der ansonsten sicher agierende Vukadin beim 0:1) und Abstimmungsproblemen (Jurzik und Vorderleute beim 1:2) leider selber um die Punkte und hatte während der eigenen Druckphase Pech, dass Benny Hendschkes Freistoß vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. In den vorangegangenen Partien hingegen haben Bennys Kunstschussqualitäten wiederholt Früchte getragen und nicht unwesentlich zur bislang recht erquicklichen Ausbeute von bereits sieben Punkten beigetragen.

Auch Striker Hassan Salhab, der bei seinen immerhin bereits drei Torjubeln viel Herz für TeBe und Block E demonstrierte und sich gleichermaßen in die der Anhänger spielte, der pfeilschnelle Außenverteidiger Fabien Thokomeni mit seinem Offensivdrang oder auch Cenk Akgün, der am Freitag die Hereingabe zum zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer lieferte, wussten zu überzeugen, wie auch alle anderen Neuzugänge, so dass die Truppe bislang kompakter und spielstärker wirkt als noch in der Vorsaison. Kein Wunder also, dass sich der zahlreich vertretene lilaweiße Anhang am vergangenen Freitag auch durch den nicht wunschgemäßen Ausgangs nicht die Laune verderben ließ, sondern sich während und nach dem Spiel in prächtiger Laune zeigte und so mancher Lilaweißer Gastfreundschaft und Bier am „Sterner“ noch bis weit in die Morgenstunden genoss.

Ähnlich lustig wird es hoffentlich auch morgen wieder, wenn TeBe versuchen wird, dem absoluten Top-Favoriten der Liga Paroli zu bieten. Dass auch die brillant in die Saison in die Saison gestarteten Zehlendorfer nicht unverwundbar sind, zeigten sie am vergangenen Freitag mit einem 2:2 gegen den Berliner SC – ein Ergebnis, mit dem auch der TeBe-Anhang wohl prima leben könnte und mit dem auch das Aufeinandertreffen im Vorjahr endete. Mit einem Dreier, von dem man zumindest mal träumen darf, könnte man punktemäßig sogar gleichziehen – wenn das mal nicht Ansporn genug sein sollte, morgen um spätestens (!!!) 19.30 Uhr im Mommse aufzuschlagen, dann wissen wir auch nicht. Endlich wieder freitags, endlich wieder Flutlicht, supi Spätsommerwetter, die bescheuertsten Freaks der Stadt auf einem Fleck vereint – was will man eigentlich noch mehr? Lediglich der Rock’n’Roll aus den Boxen wird morgen ausnahmsweise ausfallen, umso mehr sollte diese ungewohnte Stille durch stimmgewaltigen Support kompensiert werden – je nach Wetterlage entweder von der Tribüne oder aus Block E, am besten jedoch stereo von beiden Seiten. In diesem Sinne: LILAAA – WEISSEEEE! Bis morgen!